Laktoseintoleranz Diagnose

Verschiedene Wege zur Diagnose einer Laktoseintoleranz

Wer wissen möchte, ob er unter einer Laktoseintoleranz leidet, sollte auf eine sichere Diagnose vertrauen können. Um die Milchzuckerunverträglichkeit zu diagnostizieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Selbstdiagnose, Atemgastest, Blutuntersuchung und Gentest stellen die aktuell gegebenen Methoden zur Diagnose der Laktoseintoleranz dar. Wenn ihr nähere Informationen wünscht oder unsicher seid, welche Diagnoseform für euch infragekommt, wendet euch am besten an euren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker.


Selbstdiagnose: Laktoseintoleranz oder andere Unverträglichkeit?

Die Selbstdiagnose der Laktoseintoleranz in Form einer Auslassungsdiät kann zwar keinen zuverlässigen Aufschluss darüber geben, ob tatsächlich eine Unverträglichkeit vorliegt, erweist sich jedoch oftmals als hilfreich, um andere Unverträglichkeiten auszuschließen und die Diagnose der Laktoseintoleranz zu vereinfachen. Bei einer Auslassungsdiät wird mehrere Tage auf Lebensmittel und Getränke verzichtet, in denen Laktose enthalten ist. Treten während dieser Phase keine Symptome auf, ist es wahrscheinlich, dass eine Laktoseintoleranz vorliegt. Im Anschluss an eine solche Diät kann ein Expositionstest erfolgen: Dazu wird ein Glas Wasser, in dem 50-100 g Laktose aufgelöst wurde, getrunken, eventuell auftretende Beschwerden werden beobachtet. Da die Symptome jedoch auch erst ein bis drei Tage später auftreten können, sollte auch in den darauf folgenden Tagen kein Milchzucker verzehrt werden.

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Laktoseintoleranz-Diagnose per Atemgastest (H2-Atemtest)

Ein Atemgastest muss in der Regel beim Arzt veranlasst werden. Bei dieser Methode zur Diagnose einer Laktoseintoleranz wird die Atemluft nach der oralen Gabe einer bestimmten Menge Laktose auf das Vorkommen von Wasserstoff (H2) getestet, welcher ein indirektes Indiz für einen Lactasemangel darstellt (normalerweise ist kein Wasserstoff in der Atemluft vorhanden). Wird die Laktose im Darm nicht gespalten, entsteht neben Kohlenstoffdioxid sowie Essig- und Milchsäure auch gasförmiger Wasserstoff, der über das Blut in die Lungen gelangt und ausgeatmet wird. Weist der gemessene Wert vor und nach der Laktoseverabreichung einen Unterschied von 20 ppm Wasserstoff auf, liegt vermutlich eine Laktoseintoleranz vor. Bei manchen Betroffenen kann dieser Test trotz Laktoseintoleranz jedoch negativ ausfallen, da der Wasserstoff bei einigen Menschen nicht in der Atemluft nachgewiesen werden kann.

Laktoseintoleranz anhand des Blutzuckers bestimmen

Soll die exakte Diagnose einer Laktoseintoleranz mittels eines Blutzuckertests erfolgen, wird der Glukose-Gehalt im Kapillarblut oder im venösen Blut vor und über zwei Stunden alle 30 Minuten nach der Verabreichung von Laktose (ca. 50 g Laktose in 500 ml Wasser aufgelöst) getestet. Da der Milchzucker bei einer Laktoseintoleranz nicht in Glukose und Galaktose gespalten wird, dürfte sich der Glukosewert bei Betroffenen nicht erhöhen. Steigt die Glukose-Konzentration im Blut bzw. der Blutzuckergehalt nicht an (< 10 mg/dl im venösen Blut), liegt vermutlich eine Laktoseintoleranz vor. Bei Menschen, die unter Diabetes mellitus leiden, kann die Laktoseintoleranz auf diese Weise nicht nachgewiesen werden.

Laktoseintoleranz-Gentest

Auch ein Gentest kommt zur Laktoseintoleranz-Diagnose zum Einsatz. Anhand eines Abstriches der Wangenschleimhaut kann ein Gentest auf den LCT-Genotyp durchgeführt und damit eine Laktoseintoleranz diagnostiziert werden.

Diese Angaben wurden nach bestem Wissen zusammengestellt  – ich übernehme keine Garantie dafür, dass alle Informationen korrekt sind.